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Unser Lesezimmer an der Bertha-Hirsch-Schule wird häufig von allen Klassen im Rahmen des Unterrichts genutzt. Es ist fester Bestandteil unserer Lese- und Spracherziehung.
In diesem Schuljahr fanden schon zwei Vorlesetage statt, in denen Kindern der dritten Klassen den Kindern der Klasse 1b vorlasen.
Alle Kinder waren mit Begeisterung dabei. In regelmäßigen Abständen werden wir diese Vorlesestunden wiederholen.



Unsere Schule ist etwas Besonderes, denn sie hat etwas, was nicht jede  Schule hat und zwar ein Lesezimmer.
Es besteht aus hunderten von  Büchern, die von der 1. bis zur 4. Klasse sortiert sind.
Und natürlich  aus Leseecken, in denen man sich beim Lesen richtig entspannen kann.
Es  hat auch bunte, verzierte Wände und natürlich auch Schüler, die es gerne  besuchen. Uns gefällt das Lesezimmer besonders, weil man sich dort  durch die gemütlichen Leseecken
besonders in die Bücher vertiefen kann.

 

 

Lesen gilt als grundlegende Voraussetzung für lebenslanges Lernen. „Die Lesefähigkeit ist die wichtigste Kompetenz für selbstständiges Lernen, sowohl im Deutschunterricht als auch in den anderen schulischen Fächern. Dabei sind die Entwicklung von Lesemotivation und Lesefreude die wichtigsten Voraussetzungen des Unterrichts.“ (Bildungsplan 2004, S.44)

 

Förderung der Lesekompetenzen

(vgl.: Haas, Hurrelmann; Bildungsplan für die Grundschule, S.44f)

 

Was ist „Antolin“?

„Antolin“ ist ein Portal zur Leseförderung von der ersten bis zur zehnten Klasse. Die Schüler lesen ein Buch und beantworten dann interaktive Quizfragen zum Inhalt im Internet. Auf diese Weise fördert „Antolin“ das sinnentnehmende Lesen und motiviert sie, sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinanderzusetzen.

Die Schüler wählen hier eigenständig Bücher aus, die sie gern lesen möchten. Nach dem Lesen des Buches können sie sich mit ihrem eigenen Passwort im Internet auf der Seite www.antolin.de anmelden und mit Hilfe des Programms Fragen zu dem jeweiligen Buch in „multiple choice“ beantworten. Bei einigen Büchern können die Schüler den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben selbst bestimmen. „Antolin“ kann zu Hause und in der Schule bearbeitet werden. So wird gewährleistet, dass auch Kinder, die keinen Internetzugang haben, „Antolin“ bearbeiten können.

Während der Beantwortung der Fragen erhalten die Kinder Punkte, die sie auf ihrem Konto sammeln. Dieses gibt ihnen darüber Auskunft, wie viele Bücher sie gelesen und bearbeitet haben. Die Lehrkraft hat über einen eigenen Zugang Einsicht in diese Konten und erhält so einen Überblick über die Lesevorlieben und Leseleistungen der Kinder. Die Daten geben Aufschluss über die Entwicklung der individuellen Lesebiografie und machen mögliche Defizite deutlich. Dadurch entsteht eine optimale Wissensgrundlage für die gezielte Leseförderung im Unterricht. Nach Beendigung einer Lesephase oder eines Leseprojektes bzw. bei Erreichen einer bestimmten festgelegten Punktzahl kann den Schülern eine Urkunde ausgedruckt werden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass „Antolin“ eine optimale Leseförderung bietet, da das Programm

 

Rahmenbedingungen für „Antolin“

Die Eltern werden über die Leseförderung mit „Antolin“ bei einem Elternabend informiert und die Anwendung wird erklärt. Im Laufe des Schuljahres erhalten die Eltern Rückmeldungen über den Punktestand ihres Kindes bei „Antolin“.

Um das interaktive Leseförderungsprogramm möglichst optimal umsetzen zu können, bietet die Bertha-Hirsch-Schule folgende Rahmenbedingungen:

In jedem Klassenzimmer stehen den Schülern Bücherkisten mit einer Auswahl altersgerechter Literatur zur Verfügung. Diese Bücher können sie sowohl in Freiarbeitsphasen nutzen als auch für die häusliche Lektüre ausleihen.

Die Bücherkisten werden regelmäßig von der örtlichen Stadtbücherei ausgeliehen und ausgetauscht.

Die Kinder können im Bücherbus oder im Stadtteil Vogelstang in der Bücherei „Antolin“- Bücher ausleihen.

Alle Kinder, die zu Hause über keinen Internetzugang verfügen, haben die Möglichkeit, diesen in der Bertha-Hirsch-Schule zu nutzen. In Freiarbeitsphasen können die Schüler am internetfähigen Computer im Klassenzimmer oder im Computerraum arbeiten.

Feste Lesezeiten, so wie der Bildungsplan sie auch fordert, können an unserer Schule im Lesezimmer durchgeführt werden.

 

Lesezimmer

Im Jahr 2006 wurde unser Lesezimmer mit Hilfe des Fördervereins der Bertha-Hirsch Schule eingerichtet. Die Wände wurden von Kindern einer vierten Klasse im Rahmen eines Kunstprojektes mit Hundertwasser-Motiven bemalt, sodass das Zimmer zusammen mit Sofas, großen Ruhekissen, kleinen Beistelltischen und einem großen Teppich sehr gemütlich wirkt. Überall im Raum stehen Regale mit Büchern, die nach Themen und Altersstufen geordnet sind.

Es handelt sich um eine Bestandsbücherei mit ca. 500 Büchern, bei der eine Ausleihe nicht möglich ist. Daher haben alle Kinder der Schule ihre eigenen Lesezeichen gestaltet, die im Lesezimmer nach Klassen sortiert aufbewahrt werden. Die Schüler besuchen regelmäßig immer in Begleitung eines Lehrers das Lesezimmer. Dort suchen sie sich ein Buch ihrer Wahl aus und markieren die Stelle im Buch mit ihrem persönlichen Lesezeichen, wenn die Lesezeit beendet ist. Anschließend stellen sie das Buch wieder ordnungsgemäß in das entsprechende Regal zurück. Die anderen Kinder wissen, dass sie fremde Lesezeichen nicht entfernen dürfen. Somit findet jedes Kind beim nächsten Besuch die entsprechende Stelle, um weiter zu lesen.

Auch eine „Antolin“-Ecke mit Computer steht zur Verfügung, sodass die gelesenen Bücher gleich bearbeitet werden können.

Alle, die das Lesezimmer benutzen, haben sich verpflichtet, Regeln einzuhalten.

Weitere Nutzung des Lesezimmers

Zum Beispiel wird den Zweitklässlern dort ein Buch vorgelesen und dazu ein passendes Lesezeichen gestaltet.

Die Viertklässler erhalten dort an diesem Tag das Buchgeschenk der Stiftung Lesen „Ich schenk dir eine Geschichte“.

 

 

Kooperation mit der Stadtbücherei